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Thomas hatte Geburtstag und wir uns frei genommen. Gelegenheit, mitten in der Woche eine schöne Tour zu wandern. Da bietet sich eine Gegend an, die am Wochenende ziemlich überlaufen ist. Na weil es da eben so schön ist: Am Randecker Maar.

Ich bin dort schon oft gewandert, zuletzt im goldenen Oktober 2012. Die Fotos, die ich von dieser Tour mitgebracht hatte, gehören zu meinen Lieblingswanderfotos:

Herbst am Randecker Maar

Im letzten Herbst schillerte die Natur am Albtrauf in warmen Rot- und Goldtönen. In diesen Tagen blühen die Bäume und Wiesen, ein total anderes Bild, aber traumhaft schön.

Diese Runde über den Aussichtsfelsen Breitenstein, das Randecker Maar und das Schopflocher Moor habe ich hier ausführlich beschrieben: Am Schwäbischen Vulkan vorbei. Unter o.g. Link habe ich den GPS-Track eingebunden. Die Tour ist nicht allzu lang, etwas über 8 km. Wir fuhren gegen Mittag los und parkten wie immer am Parkplatz Breitenstein kurz vor Ochsenwang.

Am Breitenstein hatten wir auch heute wieder eine traumhafte Fernsicht.

Aussicht vom Breitenstein

Vor allem aber hatten wir den Breitenstein ganz für uns allein. Sonntags herrscht hier Familien-Hochbetrieb! Heute konnten wir uns einmal in Ruhe umsehen und die Ortschaften und Hügel ringsum zuordnen. Die Rapsfelder waren bereits am Blühen, leuchtend gelb. Ein schöner Platz für die Vesperpause.

Am Randecker Maar war es heute auch recht ruhig. Anders als am Wochenende kamen uns nur vereinzelt Wanderer oder Spaziergänger entgegen.

Blick ins Randecker Maar

Thomas war zum ersten Mal hier und informierte sich auf den Schautafeln über die Enstehung und Flora und Fauna des Vulkanschlots.Und ich fand den Baum, der mich im Herbst wegen seiner leuchtend roten Blattfärbung begeistert hatte, wieder – heute in leuchtend weißer Blüte:

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Baum im Herbst

So präsentierte sich dieses Schmuckstück im Oktober:

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider wurde die Stille immer wieder unterbrochen. Anscheinend läuteten die ersten Herren bereits Christi Himmelfahrt ein. Ständig kam ein Motorrad oder Quad angebrettert und raste und dröhnte unglaublich laut durchs friedliche Maar. Ebenso über die Landstraße oberhalb des Maars. Ärgerlich!! Das störte wirklich. Unverständlich, dass dies nicht durch Geschwindigkeitsbegrenzungen unterbunden wird. Vor allem wenn man bedenkt, welche Bedeutung das Naturschutzgebiet Randecker Maar für den Vogelzug und die Vogelbeobachtung bzw. -forschung hat.

Wir versuchten, uns nicht die Stimmung verderben zu lassen, was uns bei diesen schönen Aussichten auch ganz gut gelang. Hier der Blick zu den Drei Kaiserbergen, den Göppinger Hausbergen Staufen, Rechberg und Stuifen. Dort wollen wir demnächst auch mal wandern.

Drei Kaiserberge

In der Nähe der Ziegelhütte hat man einen schönen Blick durch die Zipfelbachschlucht hindurch auf die Limburg.

Blick auf die Limburg

Der Einschnitt, den der Zipfelbach in Millionen Jahren in den Albtrauf geschnitten hat, wird von Vögeln genutzt, um den Höhenunterschied hinauf auf die Albhochfläche zu überwinden. In der Nähe der Ziegelhütte gibt es wieder eine größere Schautafel. Leider gab es auch geschlossene Türen – die Maarstube der Ziegelhütte, der Bio-Bauernhof am Randecker Maar mit eigener Käserei hat nur am Wochenende und an Feiertagen geöffnet. Leider ist sie dann auch oft hoffnungslos überfüllt. Ich habe hier schon öfters keinen Platz mehr bekommen oder musste für ein Käsebrot oder ein Stück Kuchen (beides seeeehr lecker) lange anstehen.

Ok, es gab heute also kein Käsebrot und keinen Kaffee. Dafür freute sich ein Kälbchen über unseren Besuch und ein paar Streicheleinheiten.

Kälbchen

Wir beide verstanden uns bestens!  😀

Den Kaffee tranken wir heute im gemütlichen Biergarten des Otto-Hofmeister-Hauses.

Otto-Hofmeister-Haus

Dann waren wir auch schon im Schopflocher Moor. Auch hier hatte ich es schon sehr sehr voll erlebt. Heute wars einfach schön – friedlich und still.

Und hier der Weg durchs Moor:

Weg durchs Moor

Weg durchs Moor

Weg durchs Moor

Links und rechts des Weges sah es ziemlich feucht aus…

Moorgebiet

Und ein Teppich aus Sumpfdotterblumen…   Sumpfdotterblumen

Gras

Dieser kleine Teich ist künstlich angelegt als Laichplatz für Kröten und Frösche.

Teich

Teich

Inzwischen war es Abend geworden. Zeit, nach Ochsenwang zurück zu laufen.

Gräser

Schöne abwechslungsreiche Halbtagestour, die man immer mal wieder laufen kann. Am besten in der Woche oder, wenn man gern in die Ziegelhütte einkehren möchte, lieber am Samstag, statt am Sonntag.

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3 Kommentare

  1. Hallo Katrin,
    ich bin wieder zu Hause und ich muss sagen, dein Bericht zum Randecker Maar ist einfach schöööön. 🙂 Das Randecker Maar ist eben auch ein bisschen „Dr. Wald.“

    Viele liebe Grüße
    von Frieder

    • Schönbuche

      Lieber Frieder,
      schön, dass du wieder da bist und ein paar schöne Tage hattest. ich werde gleich mal in deinen Blog schauen. 🙂
      Ja, das Randecker Maar ist immer wieder einen Besuch wert, zumindest an Wochentagen. Diese Tour verläuft zwar hauptsächlich auf festen Wegen und oft an Straßen vorbei, aber die schöne Landschaft macht es wieder wett. Wir werden demnächst mal andere Wege in dieser Gegend erkunden.
      Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, trotz Regen. 🙂
      Viele liebe Grüße an euch nach Ulm
      von Katrin

  2. Hallo Katrin,
    ja vom Randecker Maar kann ich auch nie genug bekommen – bevorzugt bin ich dort auch immer wochentags gewesen – auch im Winter gibts dort schöne Langlaufloipe – allerdings am WE sollte man hier die Gegend meiden, wenn man etwas Ruhe und Gelassenheit sucht 🙂

    Schöner Bericht und eindrucksvolle Bilder – ich muss auch mal wieder hoch 😉
    Liebe Grüsse
    Angelika

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