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Mein Kampf mit dem Motor: Schneeschuhtour bei Donnstetten | Wandern tut gutWandern tut gut Mein Kampf mit dem Motor: Schneeschuhtour bei Donnstetten – Wandern tut gut
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Von Winter kann mal wieder so gar nicht die Rede sein. Der Blick nach draußen baut wirklich nicht auf – grau ist es und nass! Um so mehr genoss ich gerade die Berichte von Angelika mit vielen wunderschönen Fotos ihrer Schneeschuhtouren. Ja, und ein wenig neidisch war ich auch, sind doch die eher schneesicheren Gegenden im Schwarzwald für uns als Tagestour kaum erreichbar.

Auf eine Tour hatte ich es in diesem Jahr dennoch schon gebracht. Es war ein kurzer Wintereinbruch Ende Januar, der sogar Wolfschlugen ein wenig Schnee bescherte. Ich wusste, am Wochenende würde es vorbei sein und wollte so gern eine kurze Tour auf der Schwäbischen Alb wagen. Aber ein wenig Bammel hatte ich doch – nachdem ich fast ein Jahr nicht groß gewandert war und mich nicht so besonders stark fühlte. Auch da gab mir Angelika den entscheidenden Tritt in den Popo: Nicht so viel denken – machen! sagte sie. Genau!!

Bei gpsies.com fand ich eine Winterwanderung bei Donnstetten, die ich mir abgekürzt vornahm. Ich plante eine Runde vom Skilift Donnstetten über den Römerstein und über die Felder zurück, ca. 5 km, das wird zu schaffen sein, dachte ich. Donnstetten liegt erfreulicherweise hoch genug, ca. 800 m, so dass ich für die Schneeschuhe dann auch ausreichend Schnee vorfand.

Ich parkte am Skilift Donnstetten, schnallte die Schneeschuhe an und mummelte mich ein, denn es war mit -6°C und kräftigem Wind gefühlt bitterkalt. Dann stapfte ich den Hang hoch. Donnstetten lag noch im Dunst, und obwohl die Sonne es immer wieder versuchte, hatte sie gegen den tief hängenden Nebel fast den ganzen Tag keine Chance.

Blick auf Donnstetten

Auf dem Weg war der Schnee zwar festgefahren bzw. für die Wanderer geräumt, aber ich konnte gut neben dem Weg durch tiefen Schnee laufen. Ich hatte ganz schön zu kämpfen und bekam mal wieder zu spüren, wie anstrengend es ist, mit Schneeschuhen zu laufen. Grund genug, immer wieder stehen zu bleiben und die gedämpfte Winterstimmung aufzunehmen.

Verschneiter Wald

Vereiste Bäume

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Der „Aufstieg“ war endlich geschafft, und nach einem Stück durch den Wald stand ich vor eine Weide, wo diese zotteligen Wesen wohl versuchten, ein paar Grashalme unter dem Schnee hervor zu graben.

Weide

Weide

Ich folgte der Beschilderung Richtung Römerstein und hatte wieder ein Stück Wald vor mir. Hier pfiff der Wind wenigstens nicht so sehr.

Im Wald

Im Winter sieht man so deutlich wie sonst nie, dass man nicht allein ist in der Natur. Überall entdeckte ich zwischen den Bäumen tierische Spuren im Schnee.

Und immer wieder legte ich Pausen ein, bewunderte die verschneite stille Natur, und natürlich musste auch das eine und andere Foto gleich versendet werden, wobei ich mir alle Mühe gab, nicht allzu angestrengt und erschöpft rüber zu kommen.  😀

Da bin ich!

SteigbügelEin weiterer knackiger, aber kurzer Anstieg folgte, auf dem ich meine Steigbügel testen konnte. Sie sind tatsächlich eine Erleichterung, wenn es nach oben geht.

Schließlich erreichte ich Römerstein mit seinem Aussichtsturm. Der Rast- und Grillplatz lag still, verschneit und verlassen da. Ich stellte mir vor, wie hier im Sommer Familien mit Kindern und Hunden für Leben sorgen… aber ehrlich gesagt, war es mir so gerade lieber.   🙂

Ich ließ mich auf einer bereits frei geräumten Bank nieder und kümmerte mich erst einmal um meinen leeren Magen.

Nachdem Vesperbüchse und Teekanne fast leer und meine Finger fast erfroren waren, packte ich zusammen, um mich beim Laufen wieder aufzuwärmen. Noch ein Blick zurück auf den verschlafenen Aussichtsturm:

Aussichtsturm Römerstein

Nun kam mir endlich mal jemand entgegen – ein Pärchen, das mich mit Blick auf meine Schneeschuhe freundlich lachend grüßte. Ein Stück durch den Wald, dann traf ich auf die Landstraße zwischen Donnstetten und Römerstein, die ich überqueren musste. Ich schnallte die Schneeschuhe ab und auf der anderen Seite wieder an und stand vor einer größeren freien Fläche – immer noch im Dunst, denn die Sonne hatte es immer noch nicht geschafft, sich durchzusetzen.

Weite Fläche

Ein schöner Blick trotzdem. Weit hinten sah ich ein paar Spaziergänger. Plötzlich bekam ich heftiges Herzrasen, meine Beine und Arme wurden mächtig schwer. Puh… das war genau das, was ich etwas befürchtet hatte. Kein Mensch in der Nähe, nicht mal ein Platz zum Setzen. Ich versuchte, gleichmäßig zu atmen und langsam weiterzulaufen. War es die ungewohnte Anstrengung? Die Höhe? Ich hatte noch gut 3 km vor mir und fand auch keine Abkürzung. Langsam lief ich über die Freifläche, und an deren Ende beruhigte sich mein Motor und lief wieder normal.

Den letzten Teil lief ich gaaanz gemütlich, mit vielen Pausen. Hier waren nun doch immer mehr Skifahrer auf den Pisten unterwegs, während ich niemanden traf, der wie ich auf Schneeschuhen lief. Natürlich gab ich mir Mühe, die Pisten nicht zu zerstören und lief neben dem Weg, was wieder bedeutete, durch tiefen Schnee zu stapfen.

Skipisten

Allmählich wurde es nun auch ein wenig heller, und man konnte endlich wenigstens ahnen, wo genau sich die Sonne befindet.

Die Sonne kämpft sich durch

Nach einem letzten Anstieg über die Felder – immer schön im tiefen Schnee, mit vielen Pausen neben dem geräumten Feldweg entlang – wurde ich dann auch mit richtigem Sonnenschein und blauem Himmel belohnt…

Die Sonne hat es geschafft

… und als ich schließlich vor mir Donnstetten erblickte, konnte ich sogar meinen eigenen Schatten mit aufnehmen.

Donnstetten

Die Tour wurde doch etwas länger, als ich dachte, doch ich war mords stolz auf mich, dass ich es nach 1 Jahr Wanderabstinenz geschafft hatte! Nun spürte ich einmal wieder Muskeln und Knochen, die sich sonst unauffällig verhalten, schön war das. Ich freute mich auf meine heiße Badewanne und eine dicke Pizza – oder besser 2 bis 3… ok, es wurde nur eine!   😀

Mein Track:

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4 Kommentare

  1. Hallo Katrin,
    das sind doch die Belohnungen, die wir uns wünschen 😉 ein Stück blauer Himmel, wenn auch nur erst zum Schluß – aber immerhin. Da hast Du ja wirklich ordentlich km gemacht und schön, daß es Dir dann doch so gefallen hat, wenn auch ein kurzer Einbruch – aber ich denke, daß ist auch normal,wenn man grad in der frischen Winterluft ist und dann nicht so im Training steht. Immer alles schön piano…. nix erzwingen sonst wird es zur Qual. Vielleicht haben wir ja nochmal Glück und es bleibt etwas von der weißen Masse doch noch liegen.
    Liebe Grüße an Euch Beide !
    Angelika

    • Schönbuche

      Hallo du,
      ja ich danke dir noch mal, dass du mich „angeschupst“ hast! 😀
      Das nächste Mal weiß ich, dass ich mir wohl erst mal etwas weniger vornehmen sollte.
      Na ich hoffe ja, dass es bald ein nächstes Mal gibt!
      Liebe Grüße an euch 2
      Katrin

  2. Hallo liebe Katrin,
    alle Achtung, du hast ganz schön was leisten müssen auf dieser Runde. Mehr als sechs Kilometer bist du durch den hohen Schnee gelaufen. Darauf kannst du zu recht stolz sein.
    Die schöne Postkarten-Landschaft am Ende deiner Tour und die Pizza waren zudem noch eine schöne Belohnung für die Mühen.
    Der stotternde Motor war bestimmt eine Ausnahme.

    Ganz viele liebe Grüße von
    Frieder

    • Schönbuche

      Hallo lieber Frieder,
      die Schneewoche musste einfach genutzt werden. Schließlich sollen die Schneeschuhe nicht nur auf dem Boden herum liegen. Es macht auch einfach Spaß.
      Und Pizza ist immer gut, egal ob mit Tour vorher oder nicht! 😀
      Ganz liebe Grüße zurück an euch alle!!
      Katrin

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