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Am liebsten laufe ich – wer tut das nicht – auf gut markierten Wanderwegen. In den 2 Jahren, die ich nun wandermäßig unterwegs bin, hatte ich einige Wege unter den Wanderschuhen – Fernwanderwege, Partnerwege, Rundtouren, Traumpfade, Traumschleifen, Traufgänge, Stiege, Steige, … , usw.

Ich muss sagen, alle Wege, die ich mir ausgesucht hatte, waren bestens markiert. Ob im Hunsrück, in der Eifel, im Vogtland, Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb, oft fand ich die an Bäume gemalten Zeichen oder Plastikschildchen mit den kunst- und phantasievoll gestalteten Logos selbst auf Strecken ohne Verzweigung in so geringen Abständen, dass nicht nur ein Verlaufen wirklich unmöglich war, sondern ich mich auch gefragt habe, ob die Wanderwegmarkierer uns Wanderer für ein bissel trottelig halten.   😀

Nichtsdestotrotz habe ich mich an entscheidenden Kreuzungen hin und wieder verlaufen, was aber nicht an der vorbildlichen Markeirung, sondern an meiner Blindheit lag.

Ich habe mich aber auch oft gefragt, wie viel Arbeit und Hirnschmalz nicht nur in der Konzeption eines Wanderweges steckt, sondern auch in dessen Markierung. Wie lange das dauert und wie viele Helfer daran beteiligt sind. Und ich habe mich schon oft gefragt, wer diese Menschen sind, die diese Arbeit erledigen.

Gestern habe ich nun eine Antwort gefunden. Nun weiß ich, was ein ehrenamtlicher Wegezeichner ist, dass man dafür eine ziemlich umfangreiche Ausbildung absolvieren muss und dass es davon 20000 (!!) gibt in Deutschland. Und ich erfuhr, was Wegezeichnung mit Naturschutz zu tun hat.

Wenn euch das auch interessiert, dann lest hier:

Dass sich die rund 40 Millionen Wanderer hierzulande nicht verlaufen, haben sie Tausenden ehrenamtlich arbeitenden Wegezeichnern zu verdanken. Die sind auch unverzichtbar für den Naturschutz. Warum es Zeit wird, ein Zeichen zu setzen.

Wussten Sie, dass sich in Deutschland rund 20.000 ehrenamtlich arbeitende Wegezeichner um etwa 200.000 Kilometer Wanderwege kümmern und dafür über 350.000 Stunden jährlich unterwegs sind?

Hier ist der ganze Artikel: Zeichen setzen

Quelle: www.wanderbares-deutschland.de

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5 Kommentare

  1. Für solche Navigationstalente wie mich ist es zwingend notwendig eine solche Orientierungshilfe zu haben und diese unglaubliche Aufwand, der da seit so langer Zeit konsequent betrieben wird, kann nicht hoch genug gelobt werden. 🙂

    LG Elke

  2. Die Wegmarkierungen sind für mich auch sehr wichtig. Die Wegzeichen geben mir immer ein Gefühl der Sicherheit. Die Menschen, die sich so verantwortungsbewußt darum kümmern, dass die Wanderer sicher ihr Ziel erreichen, haben unsere Anerkennung verdient. 🙂

    Liebe Grüße
    Frieder

  3. Schönbuche

    Genau das finde ich auch. Es hat mich wirklich beeindruckt, was ich über die Arbeit der Wegezeichner gelesen habe. Eine schöne Arbeit ist das und vor allem sinnvolle. Ich werde das zukünftig noch mehr würdigen und nicht mehr so voreilig über (angeblich) falsche oder fehlende Markierungen meckern. 😀

  4. Schöner Beitrag, liebe Katrin. Auch wenn ich hin und wieder gerne auf unmarkierten Pfaden unterwegs bin, weil ich so neugierig bin zum Beispiel, sind Wegmarkierungen natürlich eine tolle Sache. Es ist schon sehr entspannend, wenn man sich auf die Zeichen verlassen und sich voll und ganz auf Bewegung und Natur einlassen kann. Habe Deinen Beitrag auf meiner Facebook-Seite gepostet, damit dieses Thema noch mehr Leser und diese ehrenamtliche Arbeit noch mehr in die Köpfe der Menschen kommt. Herzliche Grüße Heike

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