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Nachdem ich hinreichend von unseren Touren während unseres Urlaubs im Spreewald Anfang Oktober berichtet habe, möchte ich nochmals ein paar schwärmerische Sätze zum Thema Unternehmungen, Essen und Übernachten von mir geben. Natürlich kann man in einer Woche den Spreewald nicht kennenlernen. Von daher kann ich nur von meinen Beobachtungen und Erlebnissen berichten.

Ich kann nur sagen: Wer körperlich aktiv sein möchte, hat im Spreewald wahrscheinlich mehr Möglichkeiten als Zeit, diese umzusetzen. Wald, Wasser und und ein klasse ausgebautes Wegenetz machen es möglich. Das Angebot an Vermietungen von Fahrrädern und Paddelbooten ist umwerfend, so dass ich hier keinen Tipp geben kann oder muss.

Touren haben wir hier gefunden:

www.spreewaldkapitaen.de

“Wanderführer Spreewald”, Heimatverlag Lübben

Rad- Wander- Gewässerkarte Oberspreewald, Verlag grünes herz, 1 : 35000

Wer Ruhe sucht, findet diese wahrscheinlich eher außerhalb der Saison. Wir haben am Feiertag Anfang Oktober erlebt, wie voll die Fließe bei schönem Wetter sein können.

So umfangreich wie das Angebot zur Freizeitgestaltung ist auch das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Wir hatten wie immer eine komfortable und geräumige und dennoch preiswerte Ferienwohnung, dieses Mal in Straupitz. Wer möchte, findet jedoch auch ein nettes Hotel jeder Preisklasse. Auf einer unserer Touren besichtigten wir den Spreewaldhof in Leipe, auch direkt am Fließ gelegen. Die nette Hausdame zeigte uns einige der Zimmer, und wir wären am liebsten gleich eingezogen. Zuletzt speisten wir an einem urigen Platz hinter dem Haus eine total leckere Kürbisplinse, welche auf eine besonders feine Küche schließen ließ. So macht das Leben Spaß!!   😀

Wenn ich nun schon beim Schlemmen angekommen bin, möchte ich nochmals das kleine nette Café an der Hauptstraße in Burg erwähnen. Ich habe mir den Namen leider nicht gemerkt und es auch im Internet nicht gefunden. Schade, denn hier schmausten wir die mit Abstand besten Hefeplinsen – mild in Leinöl ausgebacken. Wir waren gleich 2-mal da!

Leckere Hefeplinse

Das Hauptgericht des Spreewaldes, Kartoffeln mit Quark und Leinöl gibt es in jedem Restaurant und Biergarten. Besonders gut hat es uns geschmeckt im Deutschen Haus Burg.

Abgesehen davon kann man im Spreewald wirklich nicht verhungern. Ich fand die Zahl der Restaurants, Biergärten, Hafenkneipen, Cafés umwerfend. Darüber hinaus gibt es beinahe an jeder Ecke einen Stand, an dem man Gurken vom Faß probieren kann. Nicht zu vergleichen mit denen aus dem Glas!

Ebenfalls zufällig entdeckten wir den Spreewälder Hofladen in Vetschau, Ortsteil Raddusch. Dies ist nicht nur einfach ein Laden, sondern eine liebevoll gestaltete Anlage mit Café und Streichelzoo, in der Einkaufen so richtig Spaß macht. Hier gibt es alle regionalen Produke, die das Herz bzw. der Gaumen begehrt: Obst und Gemüse, Säfte, Öle, Käse, Wurst, Senf, Kräuter usw. Und es gibt sogar einen Online-Versand, den wir inzwischen bereits mehrfach genutzt haben:

www.spreewaelder-hofladen.de

Das berühmte Leinöl kann man natürlich überall kosten und erwerben. In Straupitz wohnten wir direkt neben der Holländer Windmühle, die nach historischem Vorbild restauriert und wieder in Gang gesetzt wurde. Nun werden nach dem ursprünglichen Verfahren wieder kleine Mengen Leinöl gepresst und verkauft. Es gibt Führungen, einen Laden und Gastronomie.

Dies ist jedoch bei weitem nicht die einzige Mühle bzw. (Hof-) Laden im Spreewald, in der/dem man das leckere und gesunde Leinöl kosten und erwerben kann.

Fein gegessen haben wir auch in der Dubkow Mühle (bei Lübbenau) nach unserer Radtour. Hier kann man ebenfalls Fahrräder und Boote mieten.

So richtig urig gesessen und Kaffee / Tee getrunken haben wir im Wotschofska, mitten im Wald, direkt am Wasser. Die Speisen haben wir hier nicht probiert.

Ein besonderes Schmuckstück ist das Gasthaus In Mühle in Alt Zauche, das wir auf unserer Radtour entdeckten. Auch hier kamen wir an den leckeren Plinsen und einem Stück frisch gebackenem Blechkuchen nicht vorbei. Danach durfte ich die noch geschlossenen Gasträume besichtigen. Der nette Gastwirt führte mich persönlich durch. Ich war begeistert! Hier wurde mit ganz viel Liebe und ganz sicher harter Arbeit ein echt Spreewälder Kleinod geschaffen, in dem man gemütliche Abende verbringen und sicher köstlich schlemmen kann.

Besonders erwähnen möchte ich auch einmal, dass wir überall – ÜBERALL sehr sehr freundlich, ja beinahe liebevoll bedient wurden. Wir fühlten uns immer und überall sauwohl.

Zuletzt etwas Bildung: Das Freilandmuseum Lehde

Hier kann man schon einen gemütlichen Tag verbringen, alte wendische Bauernhäuser, eine Töpferei und Kahnbauerei besichtigen und in das Leben und die Arbeit der Spreewälder in früheren Zeiten (u.a. den Anbau und die Verarbeitung von Meerrettich, einer weiteren Spreewälder Spezialität) eintauchen – beides so hart, dass man froh darüber ist, danach wieder in unsere komfortable Welt auftauchen zu dürfen.

Lehde ist DAS Vorzeigedorf des Spreewaldes, und ob es sich empfiehlt, es während der Sommerferien zu besuchen, möchte ich bezweifeln. Wir konnten gemütlich hindurch bummeln.

Noch schöner soll es sein, das Dorf vom Wasser aus zu besichtigen. Was wir leider nicht mehr geschafft haben, da für unsere Paddeltour nur noch der Feiertag blieb und uns an diesem Tag zu viel Betrieb auf dem Wasser herrschte. Das ist aber nicht schlimm, denn so haben wir mindestens einen Grund, wieder zu kommen!

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3 Kommentare

  1. Hallo liebe Katrin,

    da habt ihr einen „Wander-, Paddel- und Verwöhnurlaub“ im Spreewald gehabt.
    Es gibt viele schöne „Ecken“ im Osten. Da gibt es für uns noch viel zu erkunden und zu erwandern.
    Jetzt reizt mich u.a. der „Erzgebirge-Vogtland-Kammweg“.
    Aber der Spreewald wäre auch interessant für uns, denn Paddeln und Wandern ergänzen sich. Das ist etwas für die Arme und für die Beine.

    Viele liebe Grüße
    von Frieder

    • Schönbuche

      Lieber Frieder,
      das ist wohl wahr, im Osten gibt es viele schöne Gegenden, bis hin zur Ostsee. Leider sehr weit entfernt. 🙂
      Wie weit bist du denn mit deinem Plänen „Kammweg“?
      Ich wünsche dir viel Freude beim Träumen und Planen und schicke euch viele feste Drücker!!
      Katrin

  2. Hallo liebe Katrin,

    bis jetzt bin ich erst mal dabei, mich über den Kammweg zu informieren.
    Ich habe ein Buch „Den Wolken ganz nah – Unterwegs auf dem neuen Kammweg Erzgebirge-Vogtland“ von Frank Hommel und Eva-Maria Simon. erschienen im „chemnitzerverlag“.
    Zur Zeit stehen aber andere wichtige Probleme an. Ich muss zunächst mal abwarten, wie es nun weiter geht.

    Vielen Dank für die „vielen festen Drücker“.

    Viele liebe Grüße
    von Frieder

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