Von

Am letzten Tag unseres Kurzurlaubs im Naturpark-Saar-Hunsrück, der gleichzeitig unser Abreisetag war, suchten wir in Anbetracht der danach noch zu bewältigenden Heimreise eine kürzere Tour, schließlich sind wir nicht mehr die Jüngsten!  😉

Der

Hochwald-Pfad Weiskirchen

bot sich an. Er war zwar mit 12 km angegeben, doch auf der Karte entdeckten wir, dass man den Rundweg an einer Stelle über einen kurzen Querweg um 3-4 km abkürzen konnte. Da Uschi allein schon durch ihren Beruf eine kompetente Kartenleserin ist, würden wir diesen Weg abseits der Traumschleifen-Schilder ganz sicher auch finden.

Wir genossen mit etwas Wehmut ein letztes Mal das köstliche und reichhaltige Frühstück in unserem Domizil, dem Parkhotel Weiskirchen. Ab Morgen werden wir dies uns wieder selbst zubereiten müssen, und wenn wir uns danach in unser Auto setzen werden, dann nicht, um es am Startpunkt einer weiteren wunderbaren Traumschleife zu parken… Aber heute noch einmal! Heute befand sich dieser Startpunkt am Freibad Weiskirchen und war wie immer schnell erreicht und bestens beschildert.

Ab hier liefen wir zunächst ein Stück auf dem Saar-Hunsrück-Steig bis zur Traumschleife…

… durch immer noch verschneiten und kühlen Lärchenwald. Doch die Morgensonne schient bereits kräftig durch die Bäume hindurch.

Schließlich erreichten wir das Bächlein, über das eine Brücke führte…

… dann kurz am romantischen Bach entlang…

… und dann wieder gleich 4-mal im Zickzack über Brücken.

Nun ging es durch ziemlich dichten Wald, teilweise ganz schön bergan, und teilweise war der Pfad wegen der vielen Blätter nur zu erahnen.

Doch immer war durch die Bäume hindurch das nächste Schild gut zu erkennen.

Hinter einer Lichtung, die noch gut zugefroren war, …

ging es noch einmal kurz bergan…

… und dann wieder abwärts zum Bach, den wir wieder über eine Brücke überquerten.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle einmal, dass sämtliche Brücken, die wir auf den Traumschleifen überquerten, durch ein zusätzlich angebrachtes Drahtgitter gegen Rutschgefahr gesichert waren.

Hier spart sich die Bergrettung (oder wie heißt das hier im Naturpark?) sicher einiges an Einsätzen.   😉

Weiter ging es über schöne teilweise sonnige Waldwege, …

… durch einen Steinbruch hindurch…

bis zum Bach, den Schlittentaler Bach, den wir wieder überquerten.

Der Winter war plötzlich verschwunden, es lag kein Schnee mehr.

Irgendwann führte uns die Beschilderung kurz auf einem befestigten Forstweg entlang und nach ca. 100 m wieder in den Wald. Kurz danach führt eine kurze Querverbindung auf die andere Seite der Schleife, und wenn ich mich recht erinnere, war hier sogar Weiskirchen bzw. der Campingplatz bereits ausgeschildert. Wir hatten keine Mühe, unsere Schilder wieder zu finden, und stießen über Treppen und eine spitze Linkskurve wieder auf den Schlittentaler Bach. Hinter einer Brücke ging es wieder steil bergan, eine ganze Weile. Nun hatten wir uns unsere Mittagspause aber verdient!

Unser heutiges Mittagessen wollten wir, wie im Wanderheft empfohlen, in der Campingklause am Campingplatz Weiskirchen zu uns nehmen. Glücklicherweise tauchten auch bald die ersten Wohnwagen hinter einer Einzäunung auf, und wir erreichten die Klause, wo wir, außer einem weiteren Pärchen, die einzigen Gäste waren. Ich bestellte ein Käsebrot und Uschi eines der Frühstücksmenüs mit Brötchen. Dazu Kakao und Tee. Um zu warten und zu warten und zu warten… Der junge Wirt hatte  inzwischen die Klause verlassen. Ob er jetzt erst zum Bäcker gefahren war, um Brot und Brötchen zu besorgen?

So war es, nach einer ganzen Weile kam der junge Mann wieder mit Bäckertüten in der Hand! Er hatte tatsächlich erst einmal eingekauft für uns. Kurz danach wurde uns dann auch serviert.

Ob es denn auch den hausgebackenen Kuchen gäbe, wie an der Speisekarte außen am Haus angepriesen war? Leider nein, der sei aufgebraucht… Aber ob er nicht noch einmal nachschauen könne, hakten wir nach, vielleicht sei noch etwas übrig? Und tatsächlich – kurz danach servierte er uns noch ein Stück Käsekuchen mit Kaffee. Ok, der Kuchen war nicht der Renner, aufgetaut in der Mikrowelle, aber nachdem man sich extra für  uns so viel Mühe gegeben hatte, wollten wir nicht kleinlich sein und aßen den Kuchen brav auf.

Dann war es an der Zeit, das letzte Stück der Traumschleife bis zum Parkplatz anzutreten. Es war inzwischen nach 14 Uhr, und uns zog es heim.

Über einen weniger angenehmen Spurplattenweg, der aber nur sehr kurz war, gelangten wir zu einem schönen Aussichtspunkt mit einer 5 m langen Bank. Hier kann eine ganze Wandergruppe Platz nehmen…

… und die wunderbare Aussicht auf Weiskirchen genießen.

Die Traumschleife führte uns einmal mehr durch ein weiteres Stück romantischen Waldes…

…  in dem nicht mehr als nötig beiseite geräumt wird, was den Grad der Attraktivität des Weges natürlich enorm erhöht, wie wir fanden.

Im Zickzack geht es irgendwann steil den Hang hinab…

… und zum Ausgangspunkt zurück.

Nun war es Zeit für den Abschied. Schön wars, Uschi. Ich danke dir, dass du mich so prima mental die Anstiege hoch gezogen hast. Ich fühlte mich so frisch und fit wie lange nicht mehr. Das machen wir mal wieder!

Quelle: Traumschleifen Saar-Hunsrück Premium-Wanderwege, Band 1 West, Tour 14

Länge: 12 km (wir sind davon 8-9 km gelaufen)

Diesen Artikel drucken Artikel per Email versenden

Ein Kommentar

  1. Hallo liebe Schönbuche,

    die fünf Meter lange Bank ist ja beeindruckend.
    In Dobel am Westweg im Schwarzwald kann man eine Bank sehen, die ist noch um einiges länger.
    Guck mal im Blog bei ir und suche nach „Dobel“.

    Liebe Grüße
    Frieder

↓